Mitteilungsblatt des CFC Hertha 06 - Ausgabe : 8/04

Im Herthaner werden alle Berichte der einzelnen Abteilungen (Fußball, Tischtennis, Kegeln, Förderer und Schach) veröffentlicht. Unsere Berichte zum "HERTHANER" werden wir dem Erscheinen nach hier vorstellen.
Hier die Beiträge der Schachabteilung.

Geburtstage

Westpokal

Paul-Roesner-Gedenkturnier

Blitzcup

Sommerturnier

Doppelblitz

 

Schachaufgabe 

 

 

 

 

Unseren Geburtstagskindern im Oktober, einen herzlichen Glückwunsch!

7.10. Balo Namazli                          24.10. Phillipp Doster

 

Westpokal:

BSG Eckbauer - Hertha 06 5,5 : 2,5 (2. Runde)

Erneut gab es  eine Klatsche im Westpokal. Die durchaus nicht übermächtig angetretene Mannschaft von Eckbauer deklassierte uns mit 5,5:2,5. Einzig Peter Hoffmann konnte einen überzeugenden Sieg landen.
Dieser Mannschaftskampf, dessen Bedenkzeit auf  2 Stunden pro Spieler begrenzt war, hätte zu einem Lehrstück für Schiedsrichter werden können. Gleich 3 Spieler von uns kamen in solch hochgradige Zeitnot, so dass diese Remis nach FIDE Regel 10.2 beantragen hätten können - und wohl allen stattgegeben worden wäre. Zuerst kam Philipp Doster in diese Zeitnotphase und da der Kampf sehr schlecht stand bot er nicht einmal Remis an, sondern versuchte zu gewinnen (hätte er wie oben beschrieben nach 10.2 Remis beantragt, hätte er nicht mehr gewinnen können). Bevor der Schiedsrichter eingreifen konnte (weil Philipps Platte unten war, sein Gegner hatte es noch nicht bemerkt) blitzten er und sein Gegner noch einige wenige Züge weiter und Philipps Gegner wurde Matt gesetzt. Da aber die Platte eindeutig zuerst unten war ging der Punkt an Eckbauer - 5 Sekunden mehr und das Ergebnis wäre andersrum gelaufen. Der Schiedsrichter zögerte mit dem Eingreifen (wegen einer Regelschwäche), als er sah, dass Philipps Zeit um war und ließ den Dingen noch die wenigen Sekunden seinen Lauf. Richtig wäre es gewesen, wenn er sofort eingegriffen hätte. Somit geht für mich dieses "nachträgliche" Eingreifen in Ordnung. Philipp zeigte in Zeitnot ein großartiges Schach!
Die anderen beiden Zeitnotkandidaten waren Jürgen Walz und Michael Hirche.
Jürgen hatte sich die ganze Zeit in einer passiven, aber sehr schwer knackbaren Stellung verschanzt und ihm gelang es mit den letzten Minuten
über die einzige offene Linie seine Türme in das Lager des Gegners zu bringen, dieser wiederum wollte am anderen Flügel mit seinen Bauern durchbrechen. Jürgens Plan erwies sich als stärker und er konnte eine Figur gewinnen. Bei nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr akzeptierte er ein Remisangebot des Gegners. Michael mühte sich am längsten. Wer seine Spielweise mit Weiß auf die französische Eröffnung kennt, weiß was ich durchgemacht habe. Dass diese Variante auch bis ins Endspiel gehen kann war mir neu. Michael hatte andauernden Druck auf den schwarzen König, aber dieser hatte immer noch ein Feld. Im Endspiel mussten dann beide Blitzen (Michael fing damit an, aber sein Gegner fiel bald mit ein). Michael gelang es ein Turmendspiel mit 2 Mehrbauern zu erreichen, aber das Remisangebot seines Gegners konnte er angesichts der Zeit - er 6 Sekunden, der Gegner ca. 15 Sekunden - nicht ablehnen. Den noch nicht erwähnten halben Punkt holte Reinhart Paul, bei dem es nach einem Figurenopfer nach einem schnellen Ende für seinen Gegner aussah, aber dieser verteidigte sich äußerst geschickt, so dass sich beide friedlich auf Remis einigten. Der Rest mühte sich redlich!
Fazit: Es wurde trotz des Freundschaftsspielcharakters verbissen um jeden Punkt gekämpft, trotz aussichtsloser Lage bzw. bereits entschiedenem Kampf. Diese zusammen gewürfelte Mannschaft hat als solche auf Anhieb funktioniert.

Es spielten:
Hirche 1963 - Hollerbuhl 1971 0,5-0,5
Walz 1936 - Baier 1936 0,5-0,5
Paul 1951 - Rossi 1901 0,5-0,5
Doster 1740 - Hein 1886 0-1
Langer 1858 - Derz 1704 0-1
Radke 1870 - Krempel 1901 0-1
Hoffmann 1784 - Adam 1563 1-0
Hahn 1780 - Block 1670 0-1

Zur dritten Runde im Westpokal trat unser Gegner SK Turm leider nicht an, sodaß wir kampflos  mit  8: 0 gewannen. In der Endabrechnung wurde Eckbauer Gesamtsieger (bereits zum 9. Mal in der Geschichte des Westpokals) vor SF Siemensstadt, Hertha 06 und SK Turm.

Robert Radke

Paul-Roesner-Gedenkturnier


Am 16.September wurde das Paul - Roesner - Gedenkturnier ausgetragen, die inoffizielle Schnellschachmeisterschaft unseres Vereins über 7 Runden
Schweizer System, bei je 15 min. Bedenkzeit pro Spieler. Gewonnen hat - für mich etwas überraschend - Peter Hoffmann. Herzlichen Glückwunsch! Er dominierte das Turnier regelrecht. Erst in der 5. Runde gab er seinen ersten halben Punkt ab! Mit 5,5 aus 6 ging er in die letzte Runde gegen Michael Savoric (5 aus 6) und erkämpfte sich gegen den Turnierfavoriten ein Remis. Somit gewann Peter mit 6 aus 7 vor Michael Savoric (5,5 aus 7) und Robert Schreck (5 aus 7).
 

Robert Radke

 

Blitzcup:

 Am Blitzcup-Turnier vom 2. September  bei dem  14 Schachspieler teilnahmen. wurde klar von Thomas Kohler (Gast) gewonnen. Bis auf ein Remis gegen Helmut Goepel (erlebt hier jemand seinen "zweiten Schachfrühling" ?) gewann Thomas alle seine Partien. Die gemeinsamen Zweitplazierten Robert Schreck und Michael Savoric hatten schon 2,5 Punkte Rückstand. Ihnen folgten Werner Siems und Rafet Muratovic auf den weiteren vorderen Plätzen.  In der A-Jahreswertung liegt momentan Michael Savoric (73 Punkte) auf Platz 1, gefolgt von  Robert Schreck (62) und. Werner Langer (50,5)auf den weiteren Podiumsplätzen. Die B-Jahreswertung sieht  Helmut Goepel (44,5) vorne, mit schon recht deutlichen Vorsprung auf die nachfolgend  Platzierten  Günter Steinmetz (20), 3. Manfred Schwandt (15).

Michael Savoric

Sommerturnier

Kurz vor Ende des Sommerturniers führt Manfred Schwandt (128,99 Punkte) deutlich vor Werner Langer (93,30) und Rafet Muratovic (47,22). Kann jemand Manfred den Sieg noch streitig machen? (Konnte keiner mehr! die Red.)

Michael Savoric

Doppelblitz

Nachdem uns SK Turm im Westpokal versetzt hatte (siehe oben), organisierten wir kurzfristig ein Doppelblitzturnier, an dem  7 Mannschaften mit je zwei Spielern teilnahmen, wobei nach Möglichkeit zwei unterschiedlich starke Spieler in eine Mannschaft gepaart wurden. Die Spielregeln dieser Schachvariante sind einfach, es spielen immer zwei Paare (Mannschaften) an einem Brett gegen einander und die Spieler einer Mannschaft ziehen abwechselnd, ohne sich dabei zu beraten. Es wurde eine vergnügliche Runde, denn nicht die favorisierten Paare setzten sich durch, sondern: Radke/Hoffmann mit 5 Pkt. vor Hankow/Hömke 4 Pkt.(bis hier noch ungeschlagen) Schreck/Steinmetz 4 Pkt. Langer/ Dziallas 3 Pkt. Netzer/Hahn 3 Pkt. Savoric/Elsholz 2 Pkt. ! und R. Paül/Veijeh 0 Pkt. Da dieses Turnier allen Beteiligten großen Spaß bereitete , wurde spontan beschlossen solch ein Turnier noch des öfteren zu veranstalten.

Werner Langer

Schachaufgaben des Monats:

Wie immer zuerst die Lösungen aus dem letzten Herthaner:

Und hier sind die neuen (relativ schwierigen) Aufgaben:

Michael Savoric